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Mitteilungen - Schule, Kultur und Sport

StGB NRW-Mitteilung 393/1997 vom 05.08.1997

Wettbewerb Sicherheit auf dem Schulweg

Der ADAC führt in diesem Jahr seinen 12. Wettbewerb für Städte und Gemeinden durch, diesmal mit dem Thema "Sicherheit auf dem Schulweg". Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ist neben dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und der Deutschen Verkehrswacht Mitveranstalter dieses Wettbewerbs. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundesminister für Verkehr.

Verkehrssicherheit auf dem Schulweg ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die nur durch das Zusammenwirken aller Kräfte bewältigt werden kann, also im Verbund mit Politik, Kommunen, Schulen, Eltern und Verbänden. Der Wettbewerb soll besonders nachahmenswerte Lösungen und Konzepte auszeichnen, die geeignet sind, die Schulwegsicherheit zu verbessern. Den Siegern des Wettbewerbs winkt eine Studienreise zur Besichtigung mustergültiger Schulwegeinrichtungen im benachbarten Ausland.

Die Hauptgeschäftsstelle hat sich bei der Vorbereitung des Wettbewerbs dafür eingesetzt, daß es keine Größenbegrenzung seitens der teilnehmenden Kommunen gibt. Es kann also jede Gemeinde unabhängig von ihrer Einwohnerzahl teilnehmen. Um sicherzustellen, daß auch kleinere Gemeinden eine Chance bekommen, fassen wir im folgenden den Inhalt des Fragebogenhefts kurz zusammen:

Thema 1: Unterwegs zu Fuß

Es werden Lösungen und Konzepte gesucht, z.B. zu Querungshilfen, die den Kindern das Überqueren stark befahrener Straßen erleichtern, bspw. durch gezielt eingesetzte Schulweghelfer, durch

- Mittelinsel-Lösungen oder durch technische Vorkehrungen besonderer Art

- Schulwegmarkierungen, die zum einen dem Autofahrer zeigen, daß hier Schulkinder unterwegs sind und zum anderen den Kindern den sicheren Weg zeigen

- Schulwegpläne, in die kritische Stellen im Straßenraum eingetragen werden, und die es den Eltern der Schulanfänger erleichtern, mit ihnen den Schulweg schon vor Schulbeginn zu üben - Begleitdienste von Müttern oder Vätern

- Schulwegdienste durch Einsatz von Schülerlotsen oder Schulweghelfern

- Beseitigung von Unfallschwerpunkten

Thema 2: Unterwegs mit dem Fahrrad

Es werden Lösungen und Konzepte gesucht, z.B. Radwegepläne, die von Elternbeirat, Polizei und Schule zusammengestellt werden

- Sonderwege, Markierungen auf der Fahrbahn, die im Umfeld der Schule einen sicheren Radweg kennzeichnen

- Schwerpunktaktionen, farbige Radwegekennzeichnung innerhalb problematischer Kreuzungen oder besondere Ampelschaltungen für Radfahrer

- Sicherheitsaktionen, bei denen der technische Zustand von Fahrrädern, Ausrüstung der Kinder mit Helm und heller Kleidung geprüft oder eine Fahrradwerkstatt in der Schule eingerichtet wurden

Thema 3: Unterwegs mit Bus und Bahn

Lösungen und Konzepte, wie z.B. Haltestellen, die besonders zweckmäßig, sicher und ansprechend gestaltet wurden

- Organisation von Begleitdiensten durch Eltern oder ältere Schüler im Schulbus

- spezielle Schulungsangebote, bei denen Schulbusfahrer und Begleiter in ihren besonderen Aufgaben geschult werden

- Einsatz von Sonderfahrzeugen u.a. auch für behinderte Schulkinder

- Kooperationsprogramme zwischen den Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel und Schulen sowie Eltern

Thema 4: Unterwegs als Mitfahrer

Lösungen und Konzepte, z.B. Fahrgemeinschaften, bei denen Eltern bspw. die Bereitstellung von altersgerechten Kindersitzen besonders effizient organisiert haben

- spezielle Taxi-Angebote, die als Schulbusersatz dienen können

- Mitfahrt auf dem motorisierten Zweirad, für die intensive Aufklärungsarbeit geleistet wurde

- Elternvorfahrten, die besonders gestaltet sind, damit die Kinder an der geeigneten Stelle das Fahrzeug verlassen können

- Aufklärungsaktionen

Thema 5: Unterwegs als motorisierter Zweiradfahrer

Lösungen und Konzepte, z.B. Aufklärungsaktionen, bei denen auf die Gefahren der motorisierten Zweiräder hingewiesen wird

- Trainingsangebote zum Erlernen des motorisierten Zweiradfahrens

Thema 6: Unterwegs mit dem eigenen Pkw

Lösungen und Konzepte, z.B. Aufklärungsaktionen, in denen Fahranfänger speziell geschult werden

- Trainingsangebote für ganze Schulklassen

- Parkangebote für Schüler

- Fahrgemeinschaftsangebote, z.B. Börse am schwarzen Brett in der Schule usw.

Es sollte eine detaillierte Beschreibung der Lösungen und Konzepte übersandt werden. Dabei sind folgende Punkte von besonderer Bedeutung: Anlaß - Ziele - Umsetzungen - Erfahrungen - Unfallgeschehen (vorher/nachher) - Bürgerbeteiligung - Finanzierung - rechtliche Schwierigkeiten. Die Lösungen/Konzepte sollten mit Fotos (schwarz-weiß oder farbig, Format 13 x 18 cm) dokumentiert werden. Optimal wäre eine Darstellung von Vorher-/Nachher-Situationen. Es sollten auch Planungsunterlagen sowie Detailpläne, Übersichten und perspektivische Zeichnungen übersandt werden. Die Arbeit der Jury wird erleichtert, wenn die kompletten Wettbewerbsunterlagen in einem DIN A 4-Ordner zusammengestellt und auf dem Rücken das behandelte Thema mit Nr. 1 bis 6 angegeben wird. Bei weiteren Fragen hilft der "heiße Draht": Tel.: 089/76766966 (Herr Gliewe) oder 76762479 (Frau Pappritz). Die Wettbewerbsunterlagen können abgesandt werden an die ADAC-Zentrale, Bereich Verkehr, Kennwort: Städtewettbewerb 1997, Am Westpark 8, 81373 München. Einsendeschluß ist der 15. August 1997. Es besteht aber eine Verlängerungsmöglichkeit bis Mitte September. Das Fragebogenheft kann im übrigen auch in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Az.: III/1 151 - 32

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