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Mitteilungen - Städtebau und Wohnungswesen

StGB NRW-Mitteilung 177/2000 vom 20.03.2000

Broschüre Baulandentwicklung an der Schiene

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Baulandausweisung an den Verkehrsachsen des öffentlichen Nahverkehrs und versucht so, Siedlungsentwicklung und Verkehr enger zu verzahnen. Herausgegeben vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MASSKS) ist nun dazu in der Reihe "NRW-notiert" die Veröffentlichung "Baulandentwicklung an der Schiene" erschienen.

Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes NRW (ILS) hat gemeinsam mit dem EMNID-Institut untersucht, ob und in welchem Umfang die Bewohner in Baugebieten an Haltepunkten der Schiene ein anderes Verkehrsverhalten zeigen als Bewohner vergleichbarer, aber schlechter an den ÖPNV angebundener Gebiete. Die Untersuchungsgebiete liegen im Ballungsrand des Großraumes Düsseldorf-Krefeld-Wuppertal. Darüber hinaus wurde beispielhaft das bebaubare Flächenpotential in Verkehrsverbünden des Ballungsraumes den Verkehrsverbünden im eher ländlich strukturierten Raum gegenübergestellt.

Die Ergebnisse zeigen, daß Baulandausweisungen im Umkreis von Haltepunkten des öffentlichen Schienennahverkehrs den Anteil der Pkw-Fahrten zugunsten eines höheren ÖPNV-Anteils senken. Besonders große Verlagerungseffekte ergeben sich im Berufsverkehr und bei mittleren Entfernungen zwischen 10 und 25 km. Die Betrachtung der Baulandpotentiale zeigt besonders in den Ballungsräumen erhebliche Potentiale im Einzugsbereich von existierenden Schienenhaltepunkten. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr kann 24 % des Wohnbaulandbedarfs der nächsten 15 Jahre hier realisiert werden, im Verkehrsverbund Rhein-Sieg sind es 16 %. Um die verkehrlichen Wirkungen einer entsprechenden Siedlungsentwicklung noch zu erhöhen, skizziert die Broschüre im Ausblick mögliche ergänzende Maßnahmen.

Die 64seitige Broschüre kann kostenlos beim ILS bestellt werden. Bitte senden Sie Ihre Bestellung unter Angabe des Titels schriftlich oder per E-Mail an:

Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Postfach 10 17 64, 44017 Dortmund, Tel.: 0231/9051-150/-148, Fax: 0231/9051-155, E-Mail: vvv@ils.nrw.de.

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an: Guido Müller (Tel.: 0231/9051-268, E-Mail: guido.mueller@ils.nrw.de).

Az.: II/1 613-07

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